Die Borkenkäferplage ist dramatisch. Die Invasion ist nicht mehr zu stoppen. Großflächige Baumbestände – hier oberhalb von Hainchen am Rothaarsteig in Richtung Jagdberg und Lahnhof – sind bereits befallen.
Es gibt kaum ein Waldgebiet, in dem momentan keine Motorsägen oder Harvester im Einsatz sind.
Wenn die Borkenkäfer aktiv sind und sich den Bauch vollschlagen, entstehen ganz besondere Muster im Holz. Buchdrucker und Kupferstecher knabbern Gänge in das Holz unter der Rinde. Den Käfern geht es gut. Ein gesunder Baum wehrt sich gegen die Insekten, aber viele Fichten sind durch die trockenen Sommer geschwächt. Wo Harztropfen an den Fichtenstämmen entstehen, ist der Käfer schon da. Die Nadeln verfärben sich braun und fallen ab. Dann kann es für den Baum schon zu spät sein. In vielen Teilen wird die Region ihr ursprüngliches Erscheinungsbild wieder annehmen. Die Siegerländer Hauberge waren früher einmal traditionell vom Niederwald geprägt. Wer mit Wanderschuhen und Rucksack heute auf dem Rothaarsteig und Sonnenweg wandert wird mit neuen Ausblicken belohnt. Die Fichtenmonokulturen wird es in den nächsten Jahren so nicht mehr geben.

Bildzeilen:
Großflächige Fichtenbestände sind vom Borkenkäfer befallen Wanderer und Biker genießen neue Ausblicke – wie hier am Rothaarsteig auf Irmgarteichen
Fotos: Heinrich Bruch

Wie kleine Insekten riesige Bäume erledigen Dramatische Ausmaße in Siegerländer Fichtenwälder