Irmgarteichen/Hohenroth
Der Sommer nimmt allmählich Abschied. Das spektakulärste Schauspiel der heimischen Natur hat begonnen. Die ersten kalten Herbstnächte mit Frühnebel und Raureif bringen das Liebesleben der Hirsche so richtig in Fahrt. Wenn der Rothirsch röhrt, signalisiert er interessierten Artgenossinnen seine Paarungsbereitschaft, dann erobert der Platzhirsch ein Rudel. Das Brunftgeschehen wird sowohl beim Hirsch als auch beim Kahlwild hormonell eingeleitet und gesteuert. In dieser Zeit gesellen sich die Hirsche zu den Kahlwildrudeln. Der „Platzhirsch“ verteidigt dabei sein Rudel gegen Nebenbuhler.

Stolz reckt der kapitale Hirsch sein Haupt hoch, sein markerschütternder Schrei schallt weit in den Wald. Während jüngere Hirsche sich schnell aus dem Staub machen, wenn der ältere drohend röhrt, sind gleichwertige Rivalen nur im Nahkampf Geweih gegen Geweih aus dem Felde zu schlagen. Vom Waldrand aus sind die Hirsche nicht nur zu hören, sondern auch die beeindruckenden Rangkämpfe zu beobachten.

Bildzeile:
Mit seinem Schrei wirbt der Hirsch um die Gunst der weiblichen Tiere.

Foto: Heinrich Bruch
Bei der letzten Wanderung im Waldgebiet Hohenroth,
konnte Hobbyfotograf Heinrich Bruch aus Irmgarteichen die prächtige Abendstille
in der freien Natur genießen. Bei den Fotos mußte er allerdings
viel Zeit mitbringen. Der Schrei vom kapitalen Hirsch ließ lange auf sich warten.

Hirsche röhren im Herbstwald – Signal für Paarungszeit: In den heimischen Wäldern hat die Brunft der Hirsche begonnen