Herbst: ernten, abräumen, mulchen, planen   Pflanzung, Obstbaumpflege und Bodenuntersuchung

Der Herbst läutet das Ende des Gartenjahres ein. Jedes Jahr aufs Neue bilden die Farben ein faszinierendes Schauspiel der Natur, bevor jedoch alles in den verdienten Winterschlaf fällt. Die Maßnahmen fangen dabei bereits bei der naturgemäßen Bodenpflege an. Eine gezielte Düngung verbessert die Nährstoffversorgung und erhält die Toleranz gegenüber Schaderregern und Witterungseinflüssen. Für die Obstbäume, Beerensträucher und Ziersträucher sind die Schutzmaßnahmen möglichst rechtzeitig vorbeugend durchzuführen. So sind das Anbringen der Leimringe, das Weißen der Obstbäume und die Bodenuntersuchung  einige Maßnahmen, die im Herbst anstehen.

In Schritten zum winterfesten Garten….

  1. Pflanzen: Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit. Obstgehölze und Rosen stehen ganz  vorne
  2. Schneiden: Im Herbst wird noch einmal zur Schere gegriffen. Obstbäume erst zum Winterende schneiden. Verblühte Stauden einkürzen
  3. Abdecken: Mulch schützt offene Flächen vor der Kälte. Unter den Sträuchern kann Laub als Mulchschicht liegen bleiben.
  4. Reinräumen: Empfindliche Kübelpflanzen können nicht draußen bleiben, möglich ist ein Standort im Wintergarten
  5. Düngen: Erst im Frühjahr wird wieder gedüngt. Im Herbst kann man Bodenproben entnehmen – siehe Text unten –  ….
  6. Werkzeuge- Check-up: Werkzeuge säubern, nachschleifen, etwas einölen, evtl. Ersatzteile besorgen
  7. Schnittzeitpunkte fürs kommende Jahr beachten

Bodenuntersuchung mit Düngevorschlag:

Auf Flächen die kränkelte Kulturen zeigen kann eine Bodenuntersuchung oft Hinweise
über mögliche Ursachen für das gestörte Pflanzenwachstum geben.
Fehlt ein wichtiger Nährstoff ? , ist die Fläche überdüngt ?
Der Boden  im Siegerland gilt als kalkarm. Zur Erhaltungsdüngung genügen ca. 75 gr. Kalk pro m² jährlich. ( dazu Düngevorschlag der Bodenuntersuchung beachten. )  *
Adresse:   An die Hessische Landwirtschaftliche Versuchsanstalt
– Landw. Untersuchungsamt, Am Versuchsfeld 13, 34128 Kassel

Ebenfalls werden bei frostfreiem Wetter Laub- und Nadelgehölze sowie Obstgehölze,
Beerensträucher und Hecken gepflanzt. Die Rosen anhäufeln und den Steingarten sowie alle kälteempfindlichen Stauden gut mit Tannen- und Fichtenreisig abdecken.

Die Frostspanner kommen, ein Leimring hält sie auf…

Das Anlegen von Leimringen an Bäumen ist ein bewährtes Verfahren gegen alle
Schädlinge, die an Baumstämmen kriechen oder Eier ablegen. Der Raupenleimring
ist ein gebrauchsfertiger Insektenfanggürtel zum Schutz von Obst- und Ziergehölzen.
Er ist einfach anzuwenden und mehrere Monate wirksam. ( Foto)

Schroffe Temperatur Veränderungen in den Wintermonaten, sowie eine intensive Erwärmung durch Sonnenbestrahlung verursachen Spannungen im Rindengewebe der Stämme, die zu Frostrissen führen können. Das Weißen der Obstbaumstämme zählt zu den altbewährten Pflegemaßnahmen. Der Baumanstrich schützt und gesundet das Rindengewebe, fördert die Rindenbildung und ist das ganze Jahr über anwendbar, am besten jedoch im Spätherbst an frostfreien Tagen. Rindenteile sollten zuvor mit einer Bürste entfernt werden. Die Behandlung sollte nur bei trockener Witterung auf trockenem Stamm durchgeführt werden. Zur besseren Haftung kann der Baumanstrich mit einer kleinen Menge Kleister angerührt werden.

Kübelpflanzen richtig überwintern….

Geeignet sind alle Räume, die gut zu lüften sind. Treppenhaus, Keller, Wintergarten oder
verglaster Balkon. Die Pflanzen kommen jetzt ins Winterquartier und
bleiben dort bis April/ Mai.

Fotos:  Heinrich Bruch, Irmgarteichen

In Schritten zum winterfesten Garten