Der leblose Körper im Jogginganzug liegt auf einer Decke, als vorbereitende Maßnahme wird der Patient flach in Rückenlage auf einer harten Fläche wie dem Boden gelagert und sein Brustkorb freigemacht. Martin Brachthäuser kniet daneben. Der Druckpunkt befindet sich in der Mitte des Brustkorbes auf dem Brustbein. Das Brustbein wird 30-mal in Folge kurz und kräftig heruntergedrückt. Die Eindrucktiefe beträgt etwa fünf bis sechs Zentimeter. Zwischen zwei Pumpstößen soll der Brustkorb komplett entlastet werden, damit sich das Herz wieder mit Blut füllen kann. Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassage liegt bei mindestens 100 und maximal 120 Kompressionen pro Minute. Die richtige Körperhaltung erleichtert dem Helfer die Arbeit. Er kniet aufrecht neben dem Patienten, seine Schultern befinden sich senkrecht über dem Brustbein des Patienten. Der Helfer drückt rhythmisch mit dem Gewicht seines Oberkörpers, während seine Arme gestreckt und die Ellenbogen durchgedrückt sind. In der Entlastungsphase füllt sich das Herz erneut mit Blut. Enorm wichtig ist die Minimierung von Unterbrechungen während der Herzdruckmassage.

Im Rahmen der Ausbildung wurde jetzt die Schulung mit dem Defibrillator von Ausbilder Martin Brachthäuser vorgenommen. In den letzten Monaten wurden von den aktiven Kameradinnen und Kameraden vom DRK – Ortsverein Irmgarteichen bereits Themen wie: Sauerstoffbehandlungsgerät und Störungen von Herz und Kreislauf behandelt.

Fällt die Herzfunktion aus, dann gelangt das Blut mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff nicht mehr an die Organe. Sie reagieren, je nach Empfindlichkeit, unterschiedlich schnell auf den Mangel. Am empfindlichsten trifft es das Gehirn. Vom Beginn eines Kreislaufstillstandes dauert es nur wenige Minuten, bis das das Gehirn durch den Sauerstoffmangel bleibend und unheilbar geschädigt wird. „Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ist eine extrem wichtige Zeit, in der es gilt die Sauerstoffversorgung des Patienten durch die Herz – Lungen- Wiederbelebung aufrecht zu erhalten, betont Ausbilder Martin Brachthäuser.

Dieses Elektroschockgerät erhöht die Überlebenschance eines Patienten mit
akutem Herzstillstand durch Kammerflimmern. Zahlreiche Firmen und
Ortsvereine im DRK – Kreisverband sind inzwischen mit einem automatischen
externen Defibrillator ( AED – Gerät ) ausgestattet. Die Handhabung ist
leicht und sicher. Zwei Elektroden werden dem Patienten angelegt. Das Gerät
misst die Herzimpulse, gleicht sie mit gespeicherten Daten ab und
signalisiert dann dem Helfer per Sprachcomputer welche Maßnahmen
durchgeführt werden müssen. Die Schulung wurde jetzt durchgeführt. In
Gesprächen wurden die Fehler angesprochen und später abgestellt.

Übungsabende sind immer Donnerstags.

Beginn: 20.00 Uhr – DRK – Heim in Irmgarteichen, Glockenstraße

Text und Fotos: Heinrich Bruch

 

 

HLW und Defi – Schulung für die Rot-Kreuzler