Irmgarteichen. Monsignore Bernhard Schröder überreichte dem Traditionschor die Palestrina-Medaille beim Festkommers.

hmw – Ein schönes Motto: „Ich singe, wie der Vogel singt …“. Diese Worte stammen von dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe und bildeten den Leitspruch zum Festkommers des MGV 1862 Cäcilia Irmgarteichen aus Anlass des 150-jährigen Bestehens. Thomas Hoffmann, 1. Vorsitzender des Jubelchores, freute sich mit seinem Stellvertreter Helmut Zamponi sowie dem Ehrenvorsitzenden Paul Blaschke und dem Dirigenten Michael Bertelmann, viele Gäste und auch die Nachbarvereine in der nicht ganz vollbesetzten Bürgerbegegnungsstätte Hainchen begrüßen zu können: Unter ihnen weilten am Samstag der stellvertretende Landrat Jürgen Althaus, der Vorsitzende des Chorverbandes Siegerland, Hans-Jürgen Korstian, Paul Wagener, Bürgermeister der Stadt Netphen mit seiner Stellvertreterin Annette Scholl, ferner der Ortsbürgermeister vom Irmgarteichen, Gerhard Schmitt, sowie als prominenter Gast Monsignore Bernhard Schröder, Präses des Diözesan-Cäcilienverbandes Paderborn.

„Dreh- und Angelpunkt“ im Dorfleben

Thomas Hoffmann blickte in seinem Grußwort auf die „15 Dekaden“ des Vereins zurück und freute sich, diesem tollen Team vorstehen zu können. Guter Laune dankte er den Damen des Vereins für die „immer gebügelten Hemden“ der Sänger. Munter brachte der MGV danach u. a. „Kerzengrad steig ich zum Himmel“ sowie den „Jäger aus Kurpfalz“ zu Gehör. Jürgen Althaus bezeichnete in seinem Grußwort den MGV trefflich als „sozialen Dreh- und Angelpunkt“ sowie leistungsstarken Repräsentant der Siegerländer Chormusik. Mit leeren Händen war er auch nicht gekommen. Es folgten Liedvorträge der Liedertafel 1844 Haiger, einem ebenfalls von Bertelmann geleiteten Chor, u. a. mit „Hab mein Wage vollgelade“.

„Sozialste Form kreativer Freizeitbeschäftigung“

Hans-Jürgen Korstian vom Chorverband Siegerland wies in seiner Rede auf das Singen als „sozialste Form kreativer Freizeitbeschäftigung“ hin. Ganz in diesem Sinn würdigte Bürgermeister Paul Wagener den Irmgarteicher MGV als einen der ältesten Vereine des oberen Johannlandes und ließ denkwürdige Ereignisse der Chorgeschichte Revue passieren, darunter die Konzertreise im April 1981 nach Spanien mit dem berühmten Monserrat-Chor. Wagener betonte ferner den Neuanfang 2007 unter dem Dirigenten Michael Bertelmann mit klassischem und modernem Liedgut. Er wies auf die Musik als „kreative Produktivkraft“ hin, die ein intensives Vereinsleben mit sich bringe: „Singe, und wir sind Bruder und Schwester“. Natürlich hatte auch er ein „Flachgeschenk“ mitgebracht.

Palestrina-Medaille vom Diözesan-Cäcilienverband

Sehr beeindruckend wartete nach diesen Worten der MGV Eiserfeld, der erst seit drei Wochen unter den Fittichen von Bertelmann steht, mit frischen Liedern auf, darunter das „Konzert der Frösche“ und „Wer recht in Freuden wandern will“. Der Höhepunkt des Abends war danach zweifellos mit der Überreichung der Palestrina-Medaille durch Monsignore Bernhard Schröder erreicht. Für den Präses des Diözesan-Cäcilienverbandes war es eine außerordentliche Ehre „zum ersten Mal einem Kirchenchor diese besondere Auszeichnung zu Gottes Ehre und Freude“ verleihen zu dürfen. Überrascht zeigte sich der Präses ferner über die hervorragenden Leistungen des Chores und ermunterte weiter zu positivem Miteinander. Auch die zahlreichen Ortsvereine, vertreten durch Ortsbürgermeister Gerhard Schmitt, gratulierten den Jubelchor,. Als Dankeschön gab es für alle eine CD aus den Händen von Thomas Hoffmann. Stellvertretend für den verhinderten Vorsitzenden der ARGE Netpher Chöre, Bernhard Jüngst, überbrachte Schmitt auch Grüße im Sinne des Freundschaftssingens. Abschließende Worte des Dankes übermittelte zum Schluss noch einmal Vorsitzender Thomas Hoffmann, danach durfte zu den Klängen der Live-Band A4 das Tanzbein geschwungen werden .

Quelle: http://www.siegener-zeitung.de/a/600096/34kreative-produktionskraft34

150 Jahre MGV Cäcilia Irmgarteichen: „Kreative Produktionskraft