Zu Ostern lebt ein altes Brauchtum auf, das auch die „Hermedeicher“ Jugend weiter pflegt. Über 20 Jugendliche sind in dieser Woche mit dem Aufschichten der Tannenäste und Zweige beschäftigt. Eine sieben Meter hohe Pyramide aus kräftigen Fichtenstämmen bildet das Grundgerüst. Schon Tage zuvor wurden Äste und Christbäume aus dem Ort eingesammelt. Bei anbrechender Dunkelheit wird am Ostersonntag um 20.00 Uhr das Osterfeuer angezündet. Seit vielen Jahren ist es Tradition, die Arbeiten in der Karwoche durchzuführen. Die Irmgarteichener Dorfjugend baut aus gutem Grund das Osterfeuer erst kurz vor Ostern auf. Zum einen aus Naturschutzgründen, zum anderen will man verhindern, dass Unbekannte das Osterfeuer vorzeitig zündeln. Schon oft brannten im Johannland mühevoll gebaute Osterfeuer vor dem offiziellen Termin ab.

Ostern brennen auf der Saubraas die Hermedeicher Christbäume. Über 25 Traktorladungen mit Äste und Christbäume aus dem Ort wurden zusammengetragen und aufgeschichtet. Foto: Heinrich Bruch

Osterfeuer in Irmgarteichen Feuerzauber im Johannland fordert viel Vorarbeit