11. Rockförderfestival in der Blue Box gestartet: Die Gitarren werden gestimmt, die Drums geschlagen, die Stimme strapaziert. Die Endrunde des 11. Rockförderfestivals der Stadt Siegen hat begonnen, und eine Johannländer Band ist auch dabei.

Von den ausgewählten neun Bands spielen nun noch an zwei Abenden (vergangenen Freitag war das Startkonzert) jeweils drei Bands vor Publikum und Fachjury. Die besten drei werden im Lÿz bei einem Abschlusskonzert auftreten. In diesem Jahr wurde die Altersgrenze von 27 auf 21 Jahre herabgesetzt. Im Zentrum stehen nun wieder die Jugendbands. Das Ziel der Veranstaltung sei vor allem, den jungen lokalen Bands ein Forum für Auftritte zu bieten, sagt Frank Kimpel. Auch wolle man die vielen unterschiedlichen Bands zusammenbringen.

»Jede Band dümpelt in ihrem Proberaum so vor sich hin, ohne großen Kontakt zu anderen Musikern zu haben. Wir möchten eine Art Netzwerk aufbauen«, bemerkt Kimpel, der selbst Musiker ist und nur zu gut weiß, wie inspirierend und wichtig der Kontakt zu anderen Bands ist, auch mit Musikern aus anderen Sparten. Deshalb stehe Rock stellvertretend für alle populären Musikrichtungen der Jugendkultur. Für die Jury sei es unwichtig, welcher Musikstil von den Bands vertreten werde. »Es zählt die Authentizität der Bands. Es ist wichtig, wie sich die Musiker als Gruppe präsentieren und wie sie mit dem Publikum umgehen.«

Nichtsdestotrotz waren die Gruppen, die am Freitag an den Start gingen, eher in der härteren Rock-Gegend angesiedelt. So zum Beispiel Iuramentum, die selbst ernannten sechs Wikinger aus dem Siegerland. Mit ihrem wilden Viking-Death-Metal brachten Stefan Riesz (Bass), Rene Ax (Vocals), Felix Moll (Drums), Dominik Göldner (Gitarre), Jost Kasper (Vocals) und Philipp Kasper (Gitarre) das Publikum gut in Fahrt und mächtig ins Schwitzen.

Feed My Insanity spielten weniger harte Töne und erfanden nebenbei eine neue Sparte, die sie schlicht Pop-Death-Metal nannten. Doch eigentlich waren Marco Ludwig (Drums), Oliver Hof (Gitarre), Simon Einloft (Bass) und Fabian Gieseler (Vocals, Gitarre) nicht zimperlich mit dem Publikum. Dem gefiel es gut – es rockte und pogte.

Zuletzt durften die Dead Flying Birds (aus dem Johannland) zeigen, was sie so draufhaben: und zwar eine Mixtur aus Emocore und Nu-Metal. Auch die Musik von Mike Weber (Vocals), Michael Groos (Gitarre), Patrick Werner (Gitarre), Thomas Schmelzer (Bass) und Stefan Reuter (Schlagzeug) kam gut an. Die rund 220 Besucher in der Blue Box waren begeistert nach dem Auftakt des Rockförderfestivals. Die nächsten Konzerte finden am 1. und am 15. Juni ebenfalls in der Blue Box statt.

Veranstaltet wird der Bandwettbewerb von der Musikwerkstatt der Blue Box des Stadtjugendringes unter der Leitung von Frank Kimpel, unterstützt vom Kreis Siegen-Wittgenstein und der Volksbank Siegerland.

Weitere Informationen zu den Dead Flying Birds unter www.deadflyingbirds.de

Grundlage: http://www.siegener-zeitung.de/kultur/artikel/20070521416359

Johannländer Band „Dead Flying Birds“ beim Rockförderfestival