Gasthof Groos (1911-2018)

„Wir schließen nach 107 Jahren unseren Gasthof Groos.
Alles hat einen Anfang 18. Februar 1911
und ein Ende 18. Februar 2018.“

Historie

 Die Geschichte des Hauses

Angefangen hatte alles 1910.

Der Gasthof wurde vom Bäcker Andreas Büdenbender und seiner Ehefrau Katharina erbaut. Andreas Büdenbender fiel im 1. Weltkrieg in Frankreich. Im Jahre 1919 heiratete Katharina den Bäckermeister Josef Groos aus Wilnsdorf und gemeinsam führten sie den Gasthof und eine Bäckerei. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor.

Der Gasthof hatte im laufe der Jahre verschiedene Namen zum Beispiel 1911 Jägerkrug, danach Gasthof zum Bahnhof und dann Gasthof Groos bis heute.

Die erste Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft wurde am 18. Februar 1911 erteilt. In dem Dokument heißt es, das stets 2 Gastzimmer, 4 heizbare Fremdenschlafzimmer und ein Pferdestall für 4 Pferde freizuhalten sei.   

Angegliedert waren die Bäckerei, ein Gemischtwarengeschäft und eine Verkaufsstelle für die Fahrkarten der Kleinbahn sowie eine kleine Landwirtschaft zur Selbstvermarktung.

1927 kaufte sich Josef Groos ein Auto, zur damaligen Zeit das zweite Auto im oberen Johannland – ich erwähne dies um den Zeitgeist darzustellen. Das Auto von unserem Großvater diente als Firmenwagen und wurde unter anderem als Krankenfahrzeug für die Dorfbewohner benutzt.

Im März des Jahres 1928 kaufte Josef Groos eine Orgel mit elektrischem Klavier, Violinen, Trommeln usw. Die Musik wurde von Rollen abgespielt, die sich in der Orgel befanden und regelmäßig ausgetauscht wurden. Jeden Sonntag war Tanz.

Die Gäste kamen von überall her angereist um zu tanzen und ein paar schöne Stunden zu verbringen. Die Orgel war quasi der Vorgänger der Musikbox. Heute steht die Orgel im Landesmuseum in Münster. Außerdem hatten wir noch eine kleinere Orgel, die mit Metallwalzen lief und die schon einen Münzeinwurf besaß. Dieses tolle Stück steht noch heute bei uns und kann besichtigt werden.

Im Jahre 1958 übergaben Josef und Katharina Groos ihr Geschäft an ihren ältesten Sohn Otto und dessen Frau Rosemarie. Auch Otto Groos war Bäckermeister und Gastwirt, wie zuvor schon sein Vater.

Otto und Rosemarie bauten den Gasthof weiter aus, unter anderem unseren großen Saal. Dort wurde jetzt die Möglichkeit geboten, Familienfeiern, Hochzeiten usw. für bis zu 130 Personen auszurichten. Auch wurden 10 Fremdenzimmer gebaut und an Übernachtungsgäste aus aller Welt vermietet.

Im Jahre 1985 übergaben Otto und Rosemarie Groos die Gaststätte an Ihre Tochter Gertrud und deren Ehemann Bernhard Mathes, die den Betrieb bis 2018 führten.

Von 1985 wurde unser Gasthof vständig modernisiert, erweitert und dem Zeitgeist angepasst.

Presse zum 100jährigen

Gasthaus mit vielen Geschichten (PDF)
Gasthof/Pension Groos besteht am 18. Februar
seit einem ganzen Jahrhundert
In: Siegener Zeitung, Februar 2011

Mit dem „Jägerkrug“ fing alles an (PDF)
Vor hundert Jahren bekam der Gasthof Groos in Werthenbach seine Konzession – Familienbetrieb in dritter Generation.
In: Westfälische Rundschau, Februar 2011.

Gemütlichkeit mit Geschichte (JPG)
Anlässlich des 100-jährigen Betriebsjubiläums lud der Gasthof Groos in Werthenbach zahlreiche Ehrengäste ein, die ihre Glückwünsche aussprachen.
In: Netphen aktuell, Februar 2011.

100 Jahre Gasthof Groos (PDF)
18. Februar 1911 – 18. Februar 2011.
In: Netphen.de, Februar 2011.

Gasthof Groos seit 100 Jahren in Famlienbesitz
Unsere Reporterin hat sich mit dem Mikro im Gasthof umgeschaut
In: Radio Siegen, Februar 2011.