Siegerländer Dilldappen

Die Dilldappen sind uralte keltisch-germanische Fabelwesen, die im Siegerland ihr Unwesen treiben. In den Mitgliedern der Dilldappen-Großfamilie finden sich die Siegerländer selber wieder: Da gibt es die Eltern, den ledigen Schwager, Obba und Omma und natürlich die Kinder. Aber auch die Verwandtschaft aus der Stadt („Dr Lälles va dr Schdadt“), die ständig die Segnungen des modernen Lebens mit in den dörflichen Hauberg bringt.

Name

Im Siegerland ist für „Dilldappe“ auch die Variante „Debbedrötsch“ bekannt. Etymologisch lässt sich die Silbe „Dill“ aus der Verschmelzung des Artikels „Der/die“ mit dem Nomen „Elbe“ herleiten. Ein Dilldappe ist also ein Elbentappe. „Elben“ oder „Alben“ ist ein Sammelbegriff für Elfen,Kobolde, Zwerge oder sonstigen Naturgeister unserer Vorfahren. Der Ursprung der Silbe „dappen“ ist noch ungeklärt. Evtl. könnte es von „tappen“ hergeleitet werden, ein Geräusch, das kleine, nackte Pfoten machen, wenn sie sich eilig entfernen.

Die Zoologie

Zoologisch eingeordnet wird der Siegerländer Dilldappe (cricetus unicornis riivecoochis) in die Ordnung der Monotremata, der Eierlegenden Säugetiere, deren zwei andere bekannte Vertreter das Schnabeltier und der Schnabeligel sind. Wie sie besitzt der Dilldappe keine Zähne, sondern lutscht seine Nahrung mit einer äußerst rauhen Raspelzunge. Diese Zunge wird auch zur Verteidigung gegen Fressfeinde und bei Revierstreitigkeiten als Schlagwaffe eingesetzt. Wie die Wale verfügt der Dilldappe auch über die Fähigkeit der differenzierten Lautäußerung (typische Laute sind u.a. „ha, dt, mrrrr, hoe, oe!“ und immer wieder „rrrrrrrr“), sodass einige Wissenschaftler annehmen, dass diese Tiere eine eigene Sprache benutzen. Hauptnahrung des Siegerländer Dilldappen ist und bleibt die heimische Kartoffel („Duffel“), die er seit Generationen den Bauern vom Feld oder aus den Kellern stibitzt.

Die Geschichte vom Dappentier

Dilldappen-Wanderweg

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