Wasserburg Hainchen

Eingebunden in das dörfliche Grün des Ortsteils Hainchen in der Stadt Netphen, dicht am hessischen Grenzwald am Fuße des Rothaargebirges, liegt die 1290 erstmals urkundliche erwähnte einzige Höhenwasserburg Westfalens.

Als stilles Refugium für Erholungssuchende und als kulturelle Begegnungsstätte gilt die Wasserburg heute und erfreut sich in einer versteckten Dorflandschaft von Jahr zu Jahr einer steigenden Beliebtheit. Umgeben von einem 33.000 Quadratmeter großen Park mit den wiedererstandenen Wasseranlagen und eingerahmt in ein weites Waldgebiet ist die Wasserburg ein bauliches Kleinod.

Das Kulturdenkmal ist seit 1993 Sitz der Bildungs- und Erholungsstätte Wasserburg Hainchen der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen und des Lebenshilfe Bildungswerkes NRW e.V.

  • 1290 – erste urkundliche Erwähnung
  • 1313 – die Herren von Hain verkaufen die Burg an den Grafen Heinrich von Nassau-Siegen
  • 1443 – Schenkung der Burg an Philipp von Bicken
  • 1711 – Ernst von Kochenheim erwirbt Haus und Dorf Hain
  • 1715 – Weiterverkauf an Heinrich Georg Philipp Fleischbein
  • 1747 – Verkauf an Wilhelm IV. Karl Henrich Friso, Prinz von Oranien-Nassau
  • 1812 – Graf Beugnot, Finanzminister Napoleons I., ordnet die Versteigerung an
  • 1864 – Verfall und Abbruch der Burg
    Der preußische Staat verlegt in die Reste der Burg eine Oberförsterei
  • 1957 – erwirbt der Realschulzweckverband Netphen die Burganlage
  • 1970 – Gründung des „Vereins zur Erhaltung der Wasserburg Hainchen“
  • 1976 – der Siegerländer Burgenverein erwirbt von der Gemeinde Netphen Burgruine und Grundstück mit dem Ziel, die wiederhergestellte Burganlage sozialen Zwecken zuzuführen.
  • 1977 – nach elfmonatiger Bauzeit wird die Wasserburg ihrer Bestimmung übergeben
  • seit 1993 – Sitz der Bildungs- und Erholungsstätte Wasserburg Hainchen der Lebenshilfe Bildungswerk NRW e.V.

Fotos: Fam. Reuter
Text: Lebenshilfe

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