Der Ort Irmgarteichen gehört mit zu den ältesten Ansiedlungen des Siegerlandes. Über seine Entstehung liegt kein authentisches Material vor. Jedenfalls sind die Entstehung des Dorfes und die der Kirchengemeine aufs engste miteinander verknüpft. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, dass alle aus alten Zeiten stammende Papiere, die heute Aufschluss hätten geben können, zur Zeit der Reformation, in der die Pfarrei Irmgarteichen einen schnellen Wechsel von Pfarrern – lutherischen, reformierten und katholischen – erlitt, verloren gegangen sind.
Die urkundliche Ersterwähnung Irmgarteichens stammt vom 30. August 1270. Experten erklären jedoch, dass der Ort mit Sicherheit viel älter ist. Wie alt, weiß keiner. Interessant und bemerkenswert ist, dass Irmgarteichen seit 1270 in den unterschiedlichsten Schreibweisen urkundlich genannt wurde: "Irmengarten eichen", "Yrmengardechin", "Yrmgarteychin" oder "Irmertheichen" waren gängige Begriffe.
Über die Entstehung des Ortsnamens gehen die verschiedensten Meinungen weit auseinadner. Nach Grimm „Deutsche Mythologie“ ist in dem Ortsnamen Irmgarteichen die Verstärkung bzw. Steigerung des Begriffes „irmin“ enthalten, wie z.B.: Bei Irmingot: Der höchste Gott; Irminsul: Die große, göttliche, verehrte Bildsäule. Demnach bedeutet Irmgard die starke Schützerin. Bemerkenswert ist, dass das in der Nachbarschaft gelegene Dorf Erndtebrück in der alten Zeit gleichfalls die ähnliche Bezeichnung Irmgartenbrück geführt hat.