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Frauenchor Johannland feierte mit buntem Programm
30. Geburtstag mit zahlreichen
Ehrungen.....

Mit einem bunten Abend feierte der Frauenchor Johannland in der voll
besetzten Kultur - und Begegnungsstätte in Hainchen seinen 30.
Geburtstag.
Freude am Gesang und der Gedanke, in der vielfältigen
Musik – und Chorszene im oberen Johannland etwas ganz Neues zu beginnen
führten vor 30 Jahren zur Gründung des Frauenchors Johannland.
Am 28. Januar 1974 fragte der damalige Vikar der Pfarrgemeinde
Irmgarteichen Franz Wieneke die 1. Vorsitzende der Katholischen
Frauengemeinschaft Deutschlands (KfD), Frau Agnes Hinkel, ob sie sich
schon Gedanken gemacht habe, wie das Patronatsfest der Frauen am
kommenden 2. Februar( Maria Lichtmess) in besonders feierlicher Weise
einmal von und mit den Frauen selbst gestaltet werden könne. Agnes
Hinkel erschrak sich gehörig, denn bis zu diesem Zeitpunkt war dieses
Fest noch nie besonders beachtet, geschweige denn gefeiert worden. Auch
kam ihr nicht der Gedanke, dass Frauen –so wie heute durchaus üblich-
Fürbitten oder die Lesung vortragen könnten; hatte doch bis dahin
niemals eine Frau „auf der Kirchenkanzel gestanden.“ Aus diesem Grund
wollte Agnes Hinkel von Vikar Wieneke wissen: „Wie sollen wir das denn
machen? Sollen wir etwa singen wie die Männer“ Herr Wieneke gab zurück:
„Ja, das ist doch eine ganz tolle Sache. Hören sie mal rum, ob sie
jemand finden, der mitsingt. Ich sorge dafür, dass sie auf die
Orgelbühne kommen.“

Gesagt – getan. Am gleichen Abend stand Agnes Hinkel mit
11 weiteren Frauen und drei Mädchen auf der Orgelbühne, um mit dem
Organisten Horst Schäfer drei Lieder einzuüben. Drei Proben fanden dann
statt. Am 02. Februar sangen die Frauen in der Vorabendmesse drei Lieder
zweistimmig. Ursula Vitt aus Werthenbach las die Lesung und die
Fürbitten.
Nach diesem Gottesdienst wollte Agnes Hinkel den
Sängerinnen ein herzliches Dankeschön sagen und sie verabschieden. Doch
jetzt stieß sie auf Widerspruch. Man wollte sich nicht nur zum
einmaligen Singen getroffen haben und dann wieder auseinander gehen.
Spontan wurde der Wunsch geäußert weiterzumachen. Frau Hinkel versprach
den Damen mit Horst Schäfer einige Lieder zum Karneval einzuüben. So
konnte der junge Chor im Februar 1974 zum Frauenkarneval ein Ständchen
singen. Das kam bei den Frauen so gut an, dass es nach diesem Auftritt
schon 19 aktive und 21 fördernde Mitglieder gab. Es wurde fleißig weiter
geübt.
Nach dem Auftreten in der Kirche, mussten die Damen des Chores schwere
Zeiten durchstehen. Eine Reihe von Leuten bediente sich der gemeinsten
Ausdrücke, um den Chor zu beschämen und unmöglich zu machen, war der
Chor doch in einen Bereich vorgedrungen, in welchem bis dahin Frauen
nichts zu suchen hatten. Man nannte die Frauen u.a. „mannstolle Weiber“,
die nur einen Grund suchten, von daheim wegzukommen. Schlimmste
Verleumdungen wurden nicht nur hinter der Hand, sondern auch offen
weiterverbreitet. Die Sängerinnen schafften sich einen breiten Buckel an
unter dem Motto „Nun erst recht!“
Am 07. Oktober 1974 fand dann die offizielle
Gründungsversammlung statt. Der bisherige Chorleiter Horst Schäfer
musste den Chor im Dezember 1974 aus privaten Gründen verlassen. Herr
Peter Finé übernahm den Chorleiterposten, welchen er auch 2004 noch inne
hat.
Der MGV „Frohsinn“ Werthenbach war dann der erste Verein, der sich
„traute“, mit dem Frauenchor, ein gemeinschaftliches Konzert zu
veranstalten. Dieses Konzert wurde ein Erfolg. Jetzt schmolz auch im
Johannland ganz allmählich das Eis. Von nun an wurde der Chor zu
gemeinsamen Konzertveranstaltungen und Freundschaftsingen eingeladen.
Pokale und Preise gab es bei zahlreichen Wertungssingen. Beim
diesjährigen FDB Chorfestival in Niederdielfen wurden gleich alle erste
Preise erreicht.
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