28. Februar 2018 | Alles | Christian Reuter

„Kein Zutritt zur Empore“, so lautet das Schild vorübergehend am Treppenaufgang der Pfarrkirche St. Cäcilia in Irmgarteichen. Für die anstehenden Sanierungsarbeiten sind Georg Schröder und Ricardo Verlaan von der Werler Firma Stockmann zu Gast. Die Orgel ist nach vielen Stunden Kleinarbeit erst einmal in ihre Einzelteile zerlegt worden. Bei der Durchsicht wurden Mängel festgestellt, so Schröder. Der Magazinbalg ist in schlechtem Zustand. Er ist für die Regulierung und Stabilisierung des Winddrucks in der Orgel nötig. Er wird später wieder neu eingebaut. Auch wird die Pedalklaviatur überarbeitet, dazu kommt die elektrische Anlage mit neuer Beleuchtung für Noten und Tastatur. Im Werk in Werl werden die großen Prospektpfeifen neu poliert.

Bereits im Jahr 1965 war ein Umbau der Orgel unter weitgehender Verwendung des alten Pfeifenmaterials durch die Firma Stockmann aus Werl notwendig. Das „Hermedeicher“ Instrument, Baujahr 1965, besitzt 19 Register und 1218 Pfeifen. Die Orgel verfügt über eine mechanische Spiel- und eine elektrische Registertraktur. Zum Ende der Sanierungsarbeiten wird die Orgel in Klang und Lautstärke eingestimmt.

Die Werler Spezialisten sind im Netpherland übrigens keine Unbekannten. Auch die Kirchenorgeln in Salchendorf, Walpersdorf, Dreis- Tiefenbach und Gernsdorf haben sie schon in ihre „Bestandteile“ zerlegt.

Bildzeile:

Mitarbeiter Georg Schröder bei der Durchsicht der anfallenden Reinigungsarbeiten

19 Register und 1218 Pfeifen besitzt die “Königin der Instrumente“ in Irmgarteichen

Stimmungsvolle Orgel im Abendlicht.

Illusionäre Licht – und Schattengemälde zieren die Decke der Pfarrkirche

St.- Cäcilia. Licht- und Schatteneffekte wurden 1995 in Lasurtechnik in den

Farbtönen Orange, Blau und Grün aufgetragen, die Quadrate und Rechtecke in

Blattgold ausgefüllt.

Text und Fotos: Heinrich Bruch


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