7. September 2017 | Alles | Christian Reuter

Eine Schar junger Störche zählte im August 1966 zu den letzten Besuchern des
alten Pfarrhauses in Irmgarteichen. Das Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert
mit seinen hervorspringenden Türgiebeln und seinem mächtigen,
schiefergedeckten Krüppelwalmdach mit der angrenzenden Scheune zählte zu
den ältesten und baugeschichtlich bedeutendsten Zeugen des Dorfes. Doch das
Haus wurde später abgerissen. Heinrich Bruch hielt den Besuch der Störche im
Alter von 10 Jahren fest.

Vielfältige Besonderheiten unserer Region haben über Jahrhunderte hinweg das
Siegerland bis in die heutige Zeit geprägt. Altes Handwerk, Brauchtum und
Tradition werden in einigen Dörfern des Siegerlandes noch gepflegt. So
entstanden in den letzten Jahren verschiedene Arbeiten im Bereich der Wald-,
Haus- und Landwirtschaft. Viele Fotos zeigen die arbeitenden Menschen. Mit
viel Liebe zum Detail wurde so manches Bild arrangiert, um das Leben
früherer Tage zu dokumentieren. Bilder aus dem Hauberg, Sense dengeln,
Aufstellen der Kornritter und einer Hausschlachtung. Landschaftsbilder sowie
die heimische Pflanzenwelt und Tiere sind zu sehen.

Die Natur ist für Heinrich Bruch ein vielfältiges Imperium von Farben und
Eindrücken und lassen spätestens bei der Betrachtung kein Zweifel über die
Naturverbundenheit.

„Dort lasse ich mich einfach von der Schönheit der Landschaft berieseln.“

Umgang mit dem Tageslicht, Spiel mit dem Hintergrund und Wechsel des
Standortes prägen

die auf Zelluloid gefangenen Momente. Ebenso wichtig ist die Lebendigkeit.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober

im Cafe Sohler, Kreisklinikum Siegen.

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